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Suburbane Räume als Kulturlandschaften

Winfried Schenk, Manfred Kühn, Markus Leibenath, Sabine Tzschaschel (Hrsg.)
Suburbane Räume als Kulturlandschaften
Vergroessern


ISBN 978-3-88838-065-5
ISSN 0935-0780
Sprache Deutsch
Band-Nr. FuS 236
Seiten 412
Ausgabe 2012

Suburbane Räume als Kulturlandschaften zu denken, stellt in der deutschen Forschungstradition noch immer eine Provokation dar. Genau diese Perspektive findet sich aber zunehmend in der internationalen Raumforschung. Zudem wird ein solches Denken auch in einigen europäischen Dokumenten zur Raumentwicklung gefordert. In diesem Sinne versteht auch das 3. Leitbild „Ressourcen bewahren, Kulturlandschaften gestalten“ der bundesdeutschen Raumordnung aus dem Jahr 2006 alle Räume als Kulturlandschaften, also auch die suburbanen, und sieht ein solches Kulturlandschaftsverständnis insgesamt als wichtige qualitative Ergänzung traditioneller Raumentwicklungspolitik. Dieser Band will zeigen, dass der kulturlandschaftliche Blick tatsächlich dazu beitragen kann, eine neue Wahrnehmung auf suburbane Räume zu strukturieren, denn er hilft, ökologische, ästhetische, kulturelle und lebensweltliche Qualitäten auch in diesen Räumen aufzudecken, obgleich sie ihnen bisweilen abgesprochen werden. Das bedeutet eine Erweiterung der bislang eher funktionalen Perspektive der Raumordnung auf diesen hybriden Raumtypus und kann als Ausgangspunkt für adäquate Formen kooperativer Regionalentwicklungspolitik genutzt werden, wie an Beispielen verdeutlicht wird.

The conceptualisation of suburban spaces as cultural landscapes still represents a provocation within the German research tradition. It is, however, increasingly common in international spatial research. Indeed, several policy documents concerning European spatial development call for suburban spaces to be seen as cultural landscapes. Similarly, the 2006 German Spatial Planning guideline “Preserving resources, shaping cultural landscapes” understands all spaces, including suburban, as cultural landscapes and sees cultural landscapes overall as being an important qualitative supplement to traditional spatial development policy. This volume is intended to show that the cultural landscape viewpoint can indeed contribute to the structuring of a new perception of suburban spaces, as it helps to uncover the ecological, aesthetic, cultural and everyday qualities of these spaces, the very existence of which is not always acknowledged. This involves extending the rather functional way in which spatial planning sees this hybrid spatial type and can thus represent a starting point for more adequate forms of cooperative regional development policy, as the examples make clear.

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