Neuaufstellung des Zentrale-Orte-Konzepts in Nordrhein-Westfalen

Stefan Greiving, Florian Flex (Hrsg.)
Neuaufstellung des Zentrale-Orte-Konzepts in Nordrhein-Westfalen
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ISBN 978-3-88838-404-2
ISSN 2193-1542
Sprache Deutsch
Band-Nr. Arbeitsberichte der ARL 17
Seiten 178
Ausgabe 2016

Neuaufstellung des Zentrale-Orte-Konzepts in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen sieht sich in den kommenden Dekaden mit der zentralen Herausforderung der Bewältigung des demografischen Wandels konfrontiert. Gleichzeitig schlagen sich die Veränderungen der Arbeitswelt und der Lebensstile sowie ein verändertes Mobilitäts- und Informationsverhalten in der Struktur und Nutzung von Stadt und Land nieder. Dabei verschieben sich die täglichen Versorgungsmuster der Menschen. Ein wirksames Zentrale-Orte-Konzept (im Folgenden ZOK abgekürzt) muss auf diese Entwicklungen reagieren. Als eines der ältesten Planungskonzepte sind die Zentralen Orte Bestandteil aller Pläne und Programme der Landes- und Regionalplanung der Flächenländer. Dabei ist in den meisten Bundesländern eine Anpassung an die eingangs angesprochenen veränderten Rahmenbedingungen erkennbar. Der Entwurf des neuen LEP NRW hingegen hat das Mitte der 1970er Jahre erarbeitete ZOK für NRW zunächst erneut übernommen. Gleichzeitig wird die Fortschreibung des ZOK für die Laufzeit des neuen LEP angekündigt, weil in Zukunft der Fortbestand einiger Mittelzentren aufgrund von Tragfähigkeitsproblemen fraglich ist. Der Arbeitsbericht widmet sich zentralen Themen für die Weiterentwicklung und Stärkung der Zentrale-Orte-Konzepte. Zunächst wird auf die nach Auffassung der Arbeitsgruppe gebotene raumstrukturelle Differenzierung hinsichtlich der Ausformung von Zentrale-Orte-Konzepten und der verwendeten Schwellenwerte eingegangen. Zudem wird auf die Rolle bzw. Bedeutung zentralörtlicher Versorgungsbereiche abgestellt, deren Festlegung zwingend erforderlich erscheint, um den Anforderungen an die Bestimmbarkeit von Zielen der Raumordnung entsprechen zu können. Es wird empfohlen, nur die drei Grundstufen Grund-, Mittel- und Oberzentrum ohne weitere Zwischenstufen festzulegen. Die Festlegungs- bzw. Ausweisungskriterien wiederum sind für die Hierarchieebenen differenziert zu bestimmen. Schließlich wird empfohlen, transparent darzulegen, welche Analysemethode – etwa zur Abgrenzung zentralörtlicher Verflechtungsbereiche oder zentralörtlicher Standortcluster – warum von der Landes- oder Regionalplanung verwendet wurde, um der erforderlichen Normklarheit bzw. Verständlichkeit des Planwerks aus sich selbst heraus Genüge zu tun.

Reorganization of the central places concept in North Rhine-Westphalia

North Rhine-Westphalia sees itself in the coming decades with the central challenge of coping with demographic change facing. At the same time the changes in the world of work and lifestyles as well as an altered mobility and information behavior in the structure and use of urban and rural beat down. In this case, move the daily supply pattern of the people. An effective central places concept (hereinafter abbreviated ZOK) must respond to these developments. As one of the oldest concepts planning the central places are part of all plans and programs of the state and regional planning of the area countries. The adjustment made at the outset mentioned changing conditions can be seen in most provinces. The draft of the new LEP NRW, however, has for NRW initially taken again the mid-70s developed ZOK. At the same time the continuation of the ZOK is announced for the term of the new LEP, because in the future the continued existence of some medium-sized centers is questionable due to sustainability problems. Recommendations for the improvement of central-place-concepts are given. Centralplace- concepts as a whole, but in particular threshold levels have to be adjusted to the specific spatial structures they are used for. A central-place-concept should consist of only three levels of centrality (basic, medium and superior) without intermediate levels. The criteria for the definition of centrality have to be defined individually for each level. Finally, some recommendations are given for the empirical validation of central-placeconcepts. This validation must be based on a consistent set of planning goals. Further, the used methodology has to be explained in detail.

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Einzelbeiträge der Veröffentlichung zum Download im PDF-Format

Teil A: Einführung

Klaus Einig, Brigitte Zaspel-Heisters
Das System Zentraler Orte in Deutschland

Florian Flex, Stefan Greiving, Alexander Milstein, Christoph van Gemmeren, Carl-Heinz David
Steuerungswirkung und Handlungsfelder eines modernisierten Zentrale-Orte-Konzepts

 Leitthemen der Neuaufstellung des Zentrale-Orte-Konzepts

Dirk Vallée, Christoph van Gemmeren
Leitthema Siedlungsentwicklung

Dirk Vallée
Leitthema Verkehr

Dirk Vallée
Leitthema Daseinsvorsorge

Teil B: Ausgangssituation in Nordrhein-Westfalen

Thomas Terfrüchte
Zentrale Orte im Zielsystem des neuen Landesentwicklungsplans Nordrhein- Westfalen

Thomas Terfrüchte
Empirische Befunde zum Zentrale-Orte- System in Nordrhein-Westfalen

Teil C: Kernelemente eines ZOK für NRW

Florian Flex, Stefan Greiving, Thomas Terfrüchte
Strukturen eines (fortentwickelten) Zentrale- Orte-Konzepts

Alexander Milstein, Susan Grotefels
Zur Vereinbarkeit der Beschränkung der gemeindlichen Siedlungsentwicklung auf „zentralörtlich bedeutsame Allgemeine Siedlungsbereiche“ mit dem Recht auf kommunale Selbstverwaltung

Florian Flex
Bestimmung und Abgrenzung innergemeindlicher zentralörtlicher Cluster

Bernd Droste, Christoph van Gemmeren
Praktische Erfahrungen mit zASB in der Planungsregion Düsseldorf

Teil D: Stellungnahmen

Landesplanung, Regionalplanung, kommunale Ebene

 

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