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Wohnen in städtischen Räumen – Ansätze für eine integrierte Entwicklung

Mei-Ing Ruprecht, Judith Marie Böttcher (Hrsg.)
Wohnen in städtischen Räumen – Ansätze für eine integrierte Entwicklung
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9,90 € *
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ISBN 978-3-88838-418-9
ISSN 2193-1542
Sprache Deutsch
Band-Nr. Arbeitsberichte der ARL 24
Seiten 96
Ausgabe 2018

Die Bereitstellung einer angemessenen und ausreichenden Wohnraumversorgung in Städten und Verdichtungsräumen stellt angesichts der globalen, regionalen und lokalen Transformationsprozesse eine besondere Herausforderung für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung dar. Zudem haben sich die Steuerungs- und Handlungsfähigkeit der Kommunen wie auch die Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes stark verändert, so dass sich die Frage nach einer integrierten Entwicklung des Wohnens in Quartieren, Städten und Regionen stellt.

Die Arbeitsgruppe „Neue Wege für die integrierte Entwicklung des Wohnens in städtischen Räumen“ versteht eine integrierte Entwicklung des Wohnens als einen Prozess, der im Idealfall die vier Dimensionen „Räumliche Ebenen“, „Akteure“, „Ressourcen“ und „Handlungsfelder“ gleichzeitig berücksichtigt. Bei der Auseinandersetzung ging es den Teilnehmenden um die Suche nach „neuen Wegen“, um diese vier Dimensionen in Einklang zu bringen. Im Rahmen der Arbeitsgruppe wurden zum einen Handlungslogiken von Akteuren nachvollzogen, unterschiedliche Kooperationsformen untersucht sowie Hemmnisse und Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit herausgearbeitet. Damit konnte der Beitrag, den kooperative Ansätze für eine integrierte Entwicklung des Wohnens bieten, dargestellt werden. Mit zwei vergleichenden Fallstudien wurde zum anderen ein stadtregionaler Planungsinformationsaustausch als weiterer „neuer Weg“ betrachtet. Die beiden Arbeitsschwerpunkte zeigten, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Umsetzung einer integrierten Entwicklung des Wohnens der Steuerungsmix aus informellen und formellen Instrumenten ist. Für den Wissenstransfer wurden spielerische Ansätze in Form eines Wissenschaftscomics und eines Planspiels genutzt, um jüngere Zielgruppen anzusprechen und die Komplexität des Themas „integrierte Entwicklung des Wohnens“ begreifbarer zu machen. Der Comic behandelt Konflikte und Chancen in der Wohnungsbestandsentwicklung, während das Planspiel im Zeitraffer die Planung einer konfliktreichen innerstädtischen Brache mit zahlreichen Akteuren miterleben lässt.

Die „integrierte Entwicklung“ stellt sich im Handlungsfeld Wohnen abschließend sowohl als Lernprozess im kooperativen Handeln als auch als gemeinsam zu erarbeitende Zielsetzung dar. Ein kooperativer Planungsprozess für eine integrierte Wohnraumversorgung und -entwicklung wird vor allem dann erreicht, wenn die Blickwinkel geöffnet und die Grenzen der eigenen Ressort- oder Systemzugehörigkeit überwunden werden. Hierzu bedarf es einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Aufgabenstellungen bei sich verändernden Rahmenbedingungen, mit möglichen Lösungswegen, mit Chancen ebenso wie mit Hemmnissen der konkreten Umsetzung vor Ort. Die Arbeitsgruppe hofft, mit diesem Band einen für Praxis wie auch Wissenschaft gleichermaßen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas zu leisten.

Housing in urban areas – Approaches for integrated development

In light of global and local or regional transformation processes, providing appropriate and sufficient housing in urban and suburban areas is a particular challenge for sustainable urban and regional development. In addition, the capabilities of the municipalities and conditions on the housing market have changed significantly. Hence, the need for integrated planning of housing in urban districts, cities and regions is increasingly urgent.

The working group ‘Integrated Planning of Housing in Urban Areas’ understands the integrated development of housing as a process that should ideally ensure the simultaneous organisation and coordination of the four dimensions ‘levels’, ‘actors’ ‘resources’ and ‘fields of action’. Members of the working group were concerned with finding new approaches to harmoniously coordinate these four dimensions. The working group traced the rationale of relevant actors, investigated different types of cooperation, and identified obstacles and success factors of cooperation. This showed the contribution of cooperative approaches for the integrated planning of housing. Furthermore, two comparative case studies presented an urban-regional exchange of planning information. One success factor for the implementation of the integrated development of housing, as demonstrated by both focuses of research, is the use of a mixture of informal and formal instruments. The working group added two playful approaches to improve knowledge transfer among younger target groups. First, a scientific comic deals with conflicts and opportunities in the development of housing stocks. Second, a simulation game offers the opportunity to experience a fast-motion planning process full of conflicts to develop an inner- urban brownfield site.

In conclusion, ‘integrated planning’ of housing was seen to be both a learning process in cooperative action and a joint goal-setting process. A cooperative planning process for integrated housing provision and development becomes feasible when actors adopt new perspectives and are willing to overcome boundaries of individual departments and systems. In face of changing conditions, this requires continuous consideration of current tasks and possible solutions, and examination of the local opportunities and barriers to actual implementation. With this publication, the working group contributes to further development of the topic for both practice and academia.

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